Wer kann erkennen, welches Bild von berühmten Künstler*innen gemalt wurde – und welches von einem Künstler oder einer Künstlerin der Kunstgruppe Retz?
Genau dieser Frage gingen wir bei unserem Besuch im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels nach.
Am 16. September 2026 besuchten wir - die Inklusive Redaktion - gemeinsam mit der KUNST St. Pius das Museum.
Bibi Finster von DorfTV war auch mit uns dabei.
Dort sahen wir die Ausstellung:
„Collector’s Choice | Sammlung Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mit Kunstgruppe Retz“
Herzlich willkommen im Museum
Eingeladen wurden wir von Thomas Krottendorfer, dem Leiter der Caritas-Behinderteneinrichtungen in der Region Weinviertel.
Im Museum begrüßte uns Antonio Rosa de Pauli. Er ist der künstlerische Leiter und Sammlungsleiter des Museums Angerlehner.
Zu Beginn sahen wir einen kurzen Film.
Der Film zeigte, wie die Künstler*innen der Kunstgruppe Retz arbeiten.
Wir erfuhren auch, wie die Kunstgruppe entstanden ist und wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat.
Spannende Führung durch die Ausstellung
Auch Carl Aigner, Kunsthistoriker, war dabei. Er hat diese Ausstellung zusammengestellt.
Nach dem Film führte er uns gemeinsam mit der Wachauer Künstlerin Christa Hameseder durch die Ausstellung.
Sie erzählten uns viel über die Künstler*innen und ihre Kunstwerke.
Beide begleiten und unterstützen die Kunstgruppe Retz schon seit vielen Jahren.
Besonders schön war, dass wir auch drei Künstler*innen der Kunstgruppe persönlich kennenlernen konnten:
Daniela Schwarz, Rudi Gschwantner und Thomas Gräser.
Sie erzählten uns von ihrer Arbeit und von ihren Kunstwerken.
Wer hat dieses Bild gemalt?
Im Ausstellungsraum stellte uns Carl Aigner eine spannende Frage:
„Welche Bilder gehören zur Kunstgruppe Retz?“
Die Kunstwerke der Kunstgruppe hingen neben Bildern von bekannten Künstlern wie Hermann Nitsch und Christian Ludwig Attersee.
Beim Anschauen war es gar nicht so einfach zu erkennen, welches Bild von welchem Künstler oder von welcher Künstlerin stammte.
Michael Wilhelm war überrascht:
„Ich hätte mich ordentlich vertan.
Man hat teilweise wirklich nicht sagen können, von wem welches Bild ist.“
Einige Bilder der Kunstgruppe gefielen ihm sogar besser als Bilder von bekannten Künstler*innen.
Für ihn zeigt das:
Kunst ist offen und jeder Mensch kann sie anders empfinden.
Was einem gefällt, entscheidet jeder für sich selbst.
Viele Eindrücke und schöne Begegnungen
Conny Pfeiffer war von der Ausstellung begeistert:
„Die Ausstellung habe ich sehr interessant gefunden. Alle Bilder hatten einen gewissen Reiz.“
Für sie war außerdem schön, Menschen aus der Caritas in Niederösterreich kennenzulernen.
„Es war sehr schön, dass wir andere Leute aus der Caritas aus Retz getroffen haben, die wir noch nicht gekannt haben. Alle waren voll super drauf.“
Besonders beeindruckt hat sie die Retzer Künstlerin Daniela Schwarz:
„Wer mich sehr berührt hat, war die Künstlerin Daniela Schwarz.
Sie ist auch eine Tierfreundin.
Das hat man an ihren Bildern und auch an ihrer Kleidung gesehen.“
Ein besonderer Museumsbesuch
Für Michael Wilhelm war der Besuch etwas ganz Besonderes:
„Ich war seit Ewigkeiten wieder in einem Kunstmuseum.“
Das Museum Angerlehner ist sehr bekannt.
Ohne die Einladung wäre er wahrscheinlich nicht dorthin gekommen.
Er freut sich besonders für die Kunstgruppe Retz:
„Mich freut es für die Kunstgruppe Retz,
dass sie in einer so berühmten Galerie mit namhaften Künstlern darf.“
Auch die Gemeinschaft innerhalb der Kunstgruppe hat ihn beeindruckt.
Besonders schön fand er, dass sich die Künstler*innen über die Erfolge der anderen freuen.
Kunst verbindet
Der Besuch im Museum Angerlehner war für alle ein spannender und besonderer Nachmittag.
Wir haben neue Kunstwerke entdeckt, interessante Menschen kennengelernt und viele Eindrücke gesammelt.
Und wir haben gesehen: Kunst kennt keine Grenzen.
Kunst kann Menschen zusammenbringen, zum Nachdenken anregen und überraschen.
Und manchmal ist gar nicht wichtig, wer ein Bild gemalt hat.
Wichtig ist auch, was das Bild in uns auslöst und wie es auf uns wirkt.